Spielbericht: Kreisliga Staffel 2, 21. Spieltag TSG Lawalde - ISG Hagenwerder
TSG Lawalde - ISG Hagenwerder
Umstellung des Trainers ebnet Sieg gegen starke ISGler
TSG Lawalde – ISG Hagenwerder 5:1 (1:1)
Tor: 0:1 Matthias Gäbel/27.(ET), 1:1 Marcus Scholz/43., 2:1 Justin Born/72., 3:1 Clemens Matthes/80., 4:1 Clemens Matthes/88., 5:1 Marcus Scholz/90.+2
Die TSG spielte mit:
Marcel Buchholz – Justin Born, Andreas Kubitz, David Dietsch, Matthias Gäbel – André Peikert (Florian Hinke/70.), Marcel Rudolf (Max Richard Kalauch/89.), Mehmet Tarik Genc, Paul Sebastian – Marcus Scholz (C), Clemens Matthes
Erneut wichen die Lawalder aufgrund Unbespielbarkeit des eigenen Platzes auf den Kunstrasenplatz nach Cunewalde aus. Gegen den direkten Tabellennachbarn konnte Trainer Heiko Walter auf 13 gesunde Spieler zurückgreifen, die Gäste aus Hagenwerder reisten mit der gleichen Anzahl an Akteuren an.
Von Beginn an sieht sich Lawalde von den aggressiven und giftig agierenden ISGlern in die eigene Defensive gedrängt. Bereits nach drei Minuten rettet Justin Born als letzter Mann gegen den durchstartenden Dawid Piotr Ciupa. Auf der Gegenseite kommt Marcus Scholz nach einer Flanke von Mehmet Tarik Genc zum Abschluss, zielt aber zu hoch (5.). Ansonsten wirbeln die Gäste die Lawalder Defensive ein ums andere Mal durcheinander und drängen die Heimmannschaft tief in die eigene Hälfte. Nach Freistoßflanke von Kevin Wenzel bekommt Andreas Kubitz gerade noch seinen Kopf vor Sebastian Heppner an den Ball und verhindert so das fast sichere Tor (18.). Ein weiterer gut und schnell vorgetragener Angriff der Hagenwerderer findet in Minute 21 nur knapp nicht den Weg ins Tor. Eine der sehr seltenen Lawalder Entlastungen bringt vier Zeigerumdrehungen später eine Möglichkeit, da die Hintermannschaft der Blau-Gelben die Kugel nicht aus dem Strafraum bekommt, doch Paul Sebastian stellt das Visier etwas zu hoch ein. Fast im Gegenzug gehen die Gäste dann verdientermaßen in Führung. Wieder hat nahezu jeder Spieler zu viel Platz, was zu einer flachen und scharfen Hereingabe genutzt wird. Der Rettungsversuch von Matthias Gäbel geht dann nach hinten los und landet im eigenen Tor. In der Folgephase hat Lawalde Glück, dass die ISG einige gute Schussgelegenheiten fahrlässig liegen lässt und die Führung nicht weiter ausbaut. Und dies sollte sich für Hagenwerder rächen, sogar noch in der ersten Hälfte. Wenige Minuten vor dem Halbzeitpfiff bringt Justin Born einen Freistoß weit in die gegnerische Hälfte. Paul Sebastian kann trotz Foul den Ball behaupten, Mehmet Tarik Genc flankt und der Keeper kann nur halbherzig in die Mitte klären. Dort wartet Marcus Scholz und schließt mit seinem schwächeren Linken zur schmeichelhaften Führung ab.
In der Pause stellt Trainer Heiko Walter dann gleich auf fünf Positionen um, was sofort für mehr Gefahr in des Gegners Hälfte sorgt. Doch die erste Gelegenheit hat trotzdem der Gast, jedoch scheitert Piotr Miesnikiewicz an Marcel Buchholz (52.). Nach knapp einer Stunde hat Marcus Scholz einen Abschluss aus dem Spiel heraus und zwingt Sebastian Witzmann zu einer guten Rettungstat. Die folgende Ecke, getreten durch Paul Sebastian bringt Clemens Matthes am langen Pfosten aufs Tor, Sebastian Witzmann kann aber im mehrfachen Nachfassen klären. Für Hagenwerder bringt ebenfalls eine Ecke eine gute Möglichkeit. Marcel Buchholz fliegt etwas am Ball vorbei, doch der Angreifer kann dies nicht nutzen und schießt am Tor vorbei. Wenig später (62.) setzt sich Piotr Miesnikiewicz gegen Mehmet Tarik Genc durch und bringt eine flache Hereingabe. Sebastian Heppner ist im Fünf-Meter-Raum ungedeckt, ist aber nicht in der Lage, erfolgreich abzuschließen, da er Marcel Buchholz nicht überwinden kann. Nach 69 Minuten verletzt sich André Peikert bei einem Zweikampf. Hagenwerder spielt hier den Ball nicht ins Aus, sondern greift weiter fleißig an. Die große Chance zur erneuten Führung vergeben sie allerdings kläglich. Wenig später steckt Kapitän Marcus Scholz auf Clemens Matthes durch. Der seit der zweiten Hälfte als Rechtsaußen Aufgestellte startet durch, muss sich aber erneut Sebastian Witzmann geschlagen geben. Die folgende Ecke von Paul Sebastian findet den Kopf von Justin Born, der zum 2:1 abschließt. Zwei Minuten später flankt Matthias Gäbel mit einem Freistoß auf den langen Pfosten. Dort bringt Marcel Rudolf die Kugel in die Mitte, wo Clemens Matthes volley abzieht aber wieder mit dem Torwart seinen Meister findet. Bei der folgenden Ecke kommt Marcel Rudolf per Kopf zum Abschluss (74.). In Minute 79 muss sich Marcel Rudolf nach einem guten Angriff erneut dem Schlussmann beugen. Keine 60 Sekunden später kontert Lawalde. Marcus Scholz macht den Ball fest, Paul Sebastian legt ab auf Clemens Matthes. Den ersten Abschluss kann der Verteidiger noch blocken, doch der Nachschuss zappelt im Netz – 3:1. In der Schlussphase antizipiert Clemens Matthes einen Rückpass der Gäste und erläuft die Kugel. Nach einer einfachen Körpertäuschung macht Sebastian Witzmann den Weg zum Tor frei und es steht 4:1. Und damit war noch nicht Schluss. In der Nachspielzeit zieht der eingewechselte Florian Hinke ab. Der Torwart bleibt hier Sieger, doch den abprallenden Ball legt Justin Born auf Marcus Scholz ab, der von außerhalb des Strafraumes zum Traumtor ansetzt und mit dem 5:1 den Schlusspunkt dieser Partie markiert.
Fazit: Lawalde lieferte eine unterdurchschnittliche erste Hälfte ab, bei der nahezu nur das Ergebnis positiv war. Hagenwerder war klar Spiel bestimmend und wirbelte die Hintermannschaft mächtig durcheinander.
Die Umstellungen von Trainer Heiko Walter brachten mehr Zug und Sicherheit in die eigenen Aktionen, sodass ein am Ende deutlicher Sieg gegen unangenehm zu bespielende ISGler steht, der zweifelsfrei zu hoch ausfällt.
verfasst: R. Hielscher