Spielbericht: Kreispokal Herren 2. Hauptrunde : SpG TSG Lawalde - TSV 1861 Spitzkunnersdorf

SpG TSG Lawalde - TSV 1861 Spitzkunnersdorf

Pokalaus nach enttäuschender Leistung

 

SpG TSG Lawalde – TSV 1861 Spitzkunnersdorf 1:4 (0:2)

 

Tore: 0:1 Michael Enders/35., 0:2 Frank Adam/44., 1:2 Clemens Matthes/54., 1:3 Marcel Apsel/55., 1:4 Jiri Jägr/82.

 

Die TSG spielte mit:

Marcel Buchholz – Tobias Schlage, Andreas Kubitz, André Peikert, Matthias Gäbel (André Karl/72.) – Lars Drewniok (C), Markus Mutscher (Eric Neisser/46.) – Michael Paul, Afif Genc, Mehmed Tarik Genc – Clemens Matthes

 

Zur zweiten Pokalhauptrunde haben die Lawalder mit dem TSV 1861 Spitzkunnersdorf eine Mannschaft aus der eigenen Liga zu Gast. Nach der ersten Niederlage in Deutsch-Ossig wollten die Schützlinge von Trainer Heiko Walter wieder zurück in die Erfolgsspur finden und natürlich eine Runde weiterkommen.

 

Diesen Willen kann man aber von Anfang an nur bei unseren Gästen erkennen. Mit aggressivem aber stets fairem Einsatz, Laufbereitschaft und konsequentem Spiel über die Außenbahn drücken die Spitzkunnersdorfer die Heimmannschaft in die eigene Hälfte. Zwangsläufig ergeben sich somit auch die Tormöglichkeiten. Bereits in der vierten Minute hat Michael Enders die Führung auf dem Kopf, verpasst aber nach Flanke von Daniel Rößler am langen Pfosten. Die gleiche Möglichkeit haben beide Spieler nach 15 Minuten, allerdings mit dem selben Resultat. Bei einem schnell vorgetragenen Angriff der Gäste (20.) setzt sich Jiri Jägr bis in den Strafraum durch und passt scharf und flach vor das Tor, doch auch Marcel Apsel verpasst am zweiten Pfosten. Eine erste Minichance haben die Lawalder nach Flanke von Lars Drewniok auf Mehmed Tarik Genc, der aber rechtzeitig geblockt werden kann. Nach einer Ecke der Kunnersdorfer geht es über Afif Genc und Clemens Matthes schnell in die andere Richtung, letztendlich ist es dann Mehmed Tarik Genc, der die Situation abschließt. Nach etwas mehr als einer halben Stunde hat Michael Enders genügend Zeit zum Flanken und findet in der Zentralen Frank Adam. Der Angreifer fackelt nicht lange und schießt sofort, doch Marcel Buchholz ist zur Stelle und pariert. In der 35. Minute fällt dann die verdiente Führung für unsere Gäste. Petr Svoboda bringt einen Freistoß als Flanke auf den langen Pfosten. Dort kann Michael Enders in Ruhe zum Flugkopfball ansetzen und aus Nahdistanz per Aufsetzer vollenden. Kurz darauf reicht ein einfacher Einwurf, um die Lawalder Defensive auszuhebeln. Michael Enders verlängert, doch Daniel Rößler verpasst am langen Pfosten. Nach dieser Szene sollten die Gastgeber normal gewarnt vor den Einwürfen und aufmerksam sein. Dem ist allerdings nicht so, denn dieses Mal verwertet Frank Adam einen scharfen Einwurf per Kopf direkt und bringt die Kugel im Netz unter. In der Nachspielzeit schlagen die TSVler dann fast das dritte Mal zu, doch André Peikert kann vor dem lauernden Michael Enders retten. Wenn es aus dem Spiel für die Lawalder nichts geht, so hilft vielleicht eine Standartsituation. Markus Mutscher versucht sich mit einem Freistoß aus etwa 22 Metern, zielt aber zu hoch.

 

Zur Halbzeit kommt Eric Neisser in die Partie. Der Mittelfeldstratege kickt normal für die erste Mannschaft des FSV Oppach, hilft dieses Wochenende aber bereitwillig aus. Zudem wird auf zwei Spitzen umgestellt, was zu Beginn des zweiten Durchgangs auch zu mehr Durchschlagskraft führt. In der 49. Minute versucht sich Matthias Gäbel per Fernschuss, doch hat er das Visier zu hoch eingestellt. Fünf Minuten später passt André Peikert in der Defensive auf und passt nach vorn. Die Spitzkunnersdorfer verstolpern in der letzten Abwehrreihe den Ball, welchen Clemens Matthes aufnimmt und in die lange Ecke schießt. Mit Hilfe des Innenpfostens schlägt die Kugel im Netz ein. Wer nun dachte, die Aufholjagd sei eingeläutet, wurde keine 60 Sekunden nach dem Anschluss eines besseren belehrt. Bei einer Ecke kann Marcel Buchholz nicht weit genug klären. Marcel Apsel nimmt die Kugel volley und trifft unhaltbar mit einem Traumtor zum 1:3. Dieses Tor sollte sich als Genickbruch für die Lawalder erweisen. Nach genau einer Stunde ein symptomatisches Bild. Die Gäste führen geistesgegenwärtig einen Freistoß schnell aus. Die Lawalder schalten zu langsam und so ist Michael Enders nach Zuspiel von Jiri Jägr durch. Der Angreifer zielt aber zu genau und trifft nur den Pfosten. Auf der Gegenseite flankt Afif Genc gefährlich in den Strafraum, doch Torwart David Große kann vor Clemens Matthes zupacken. Bei zwei Ecken in Folge in der 76. Minute ist erst kein Spieler der Lawalder da, der im Fünf-Meter-Raum abschließen kann und dann verpasst Eric Neisser am langen Pfosten. Den Gastgebern gelingt es nicht, den notwendigen Druck auf die Spitzkunnersdorfer auszuüben und sich Chancen zum Anschluss zu erarbeiten. Im Gegenteil – die Gäste erhöhen acht Minuten vor dem Ende durch einen sehr gut getretenen Freistoß von Jiri Jägr über die Mauer in den Winkel. In der Schlussphase hat der TSV sogar noch weitere Treffer auf dem Fuß, doch sowohl Michael Enders als auch Frank Adam können ihre guten Möglichkeiten nicht verwerten.

 

Fazit: Das war die bisher schlechteste Saisonleistung der Lawalder. In diesem Pokalspiel mangelte es an fast allem. Die Spitzkunnersdorfer waren einfach wacher, bissiger, williger und gewinnen hochverdient.

 

verfasst: R. Hielscher

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