Kreispokal - Hauptrunde TSG Lawalde - VfB Zittau
Erst die Elfmeter entscheiden
TSG Lawalde – VfB Zittau 6:4 n.E. (2:2, 2:1, 1:1, 0:0)
Tore: 0:1 Oscar Meyer/76., 1:1 Justin Born/90.+4, 2:1 Eric Anders/94., 2:2 Rico Martin/120.
Die TSG spielte mit:
Dominic Lutze – Maurice Fritsche, Danny Maik Wollmann (C), Richard Freudenreich (Manuel Hanisch/82.), Malte Buhl – Corvin Sänger, Jack Maschewski, Max Starschinski, Eric Anders, Nils Lutze (Max Richard Kalauch/80.) – Justin Born (Matteo Kommnick/119.)
Nachdem man sich vergangene Woche bereits zum Punktspielauftakt in der Weinau gegenüber stand, ging es bei sehr sommerlichen Temperaturen nun in der Hauptrunde des Kreispokals um den Einzug ins Achtelfinale.
Beide Mannschaften gehen im Vergleich zur Vorwoche verändert in die Partie, auf Lawalder Seite gibt es drei Veränderungen.
Die erste Hälfte ist für die Zuschauer ein recht zäher Kick. Zittau hat mehr Ballbesitz und ist um Spielkontrolle bemüht. Den ersten Torschuss gibt aber Lawalde ab, als Maurice Fritsche aus der Distanz abzieht, Jochen Lobstedt im kurzen Eck aber nicht überwinden kann (14.). Zittau kommt durch einen Aufbaufehler zur ersten Chance, doch Dominic Lutze pariert stark gegen Ferdinand Meyer (17.). In der Folge neutralisieren sich beide Mannschaften und kommen kaum gefährlich vor das jeweils andere Gehäuse. Kurz vor Ende der Halbzeit dann nochmal jeweils ein Abschluss für jede Farbe, doch sowohl Justin Born (40.) als auch Ferdinand Meyer (45.+3) müssen sich dem Keeper geschlagen geben.
Im zweiten Durchgang sind die Gäste die aktivere Mannschaft und strahlen mehr Gefährlichkeit aus. Besonders wenn Sarif Jalloh, über den nahezu jeder Angriff läuft, an den Ball kommt, hat die Heimelf so ihre Schwierigkeiten. In Minute 64 zieht genannter ab, schießt aber aus aussichtsreicher Position daneben. Nach Flanke von Hermann Kunath setzt Tillmann Hauser einen Kopfball vorbei und verpasst so das 0:1 (72.). Vier Zeigerumdrehungen später fällt dann aber die verdiente Führung. Am eigenen Strafraum ist Lawalde zu passiv. Das nutzt Zittau zu einem Tiefenlauf. Der Querpass ist dann nicht mehr zu verteidigen ebenso wie der Abschluss in der Mitte und so kann Oscar Meyer einschieben. Im Anschluss wechselt Lawalde zwei Mal und wird offensiver. Mit dem ersten Ballkontakt tritt Manuel Hanisch einen Freistoß und nur die Latte verhindert für Zittau das Gegentor. Lawalde bleibt bemüht, doch in den Aktionen zu ungefährlich. Die gelb-rote Karte von Oscar Meyer in Minute 90 hilft allerdings dem Glauben daran, doch noch den Ausgleich erzielen zu können. Und dieser soll dann durch Unterstützung der Gäste auch gelingen. Einen weiten Ball klärt Robert Vollrath per Kopf. Dieser fliegt aufs eigene Tor doch anstatt die Kugel locker zu fangen, lenkt Jochen Lobstedt zur Ecke. Und diese nutzt Lila-Weiß zum schmeichelhaften Ausgleich. Max Starschinski bringt das Leder und Justin Born netzt per Kopf ein – Verlängerung.
In dieser nutzt die TSG den Schwung und stellt auf 2:1. Jack Maschewski fängt einen Ball ab und bringt Corvin Sänger ins Spiel. Mit einer butterweichen Flanke findet dieser Eric Anders, der per Kopf die Führung besorgt. In der Folge ist Lawalde trotz Überzahl zu passiv. In Minute 104 pariert Dominic Lutze einen Freistoß aus 18 Metern von Robert Vollrath. Nach dem Seitenwechsel ist Lawalde dann dominanter, verpasst aber mehrfach die Entscheidung. Corvin Sängers Schuss nach 110 Spielminuten findet nur den Weg neben den Pfosten und das vermeintliche 3:1 wird aufgrund einer fragwürdigen Abseitsentscheidung nicht gegeben – Eric Anders traf nach Vorlage von Dominic Lutze. Noch in der gleichen Minute (112) setzt sich Max Starschinski auf links durch und flankt punktgenau auf den langen Pfosten. Justin Born läuft ein, schiebt aber am Tor vorbei. Danach kommt Zittau wieder auf, doch Malte Buhl mit starker Grätsche und Maurice Fritsche auf der Linie verhindern den Ausgleich (114.). Auch Dominic Lutze lässt mit einer tollen Fußparade aus Nahdistanz nicht das 2:2 zu (117.). In der letzten Spielminute ist er dann aber machtlos. Moritz Keller wird in seinem Dribbling nur begleitet. Ein Spieler seiner Klasse behält dann die Übersicht und legt quer, wo der eingewechselte Rico Martin nur noch den Fuß hinhalten muss. Lawalde hat in der dritten Minute dann den Siegtreffer auf dem Fuß. Max Richard Kalauch taucht nach Flanke am langen Pfosten auf, schießt aber vorbei. In der Rettungsaktion räumt Jochen Lobstedt mit gestreckten Beinen den Angreifer nach dem Schuss rüde ab, doch Sven Glöckner sieht sich nicht dazu angehalten, dieses Einsteigen in irgendeiner Form zu ahnden. So geht es ins Elfmeterschießen.
Auf Lawalder Seite sind die fünf Schützen schnell gefunden und die Wahl ergibt, dass die Heimmannschaft beginnen kann.
Manuel Hanisch verwandelt trocken zum 1:0. Den Versuch von Moritz Keller pariert Dominic Lutze ebenso, wie Jochen Lobstedt den von Danny Maik Wollmann. Tim Luca Lemberg markiert den Ausgleich und Max Starschinski die Führung für Lila-Weiß. David Thömmes setzt seinen Versuch ans obere Ende des Fangnetzes und Eric Anders besorgt das 3:1. Ferdinand Meyer verkürzt auf 3:2. Dann tritt der kurz vor Ende eingewechselte Matteo Kommnick an und vollendet zum 4:2 und somit zum Sieg für Lawalde.
Fazit: Am heutigen Tage gewinnt nicht die bessere Mannschaft, doch wenn man weiterkommt, muss man sich auch nicht entschuldigen.
Zittau war besonders in der zweiten Hälfte das dominantere Team, lässt aber in der letzten Aktion den Lawalder Ausgleich zu. In der Verlängerung ist Lawalde dann anfangs besser, geht in Führung, verpasst aber die Entscheidung. Trotz Überzahl kann man dann den Ausgleich nicht verhindern.
Im Elfmeterschießen sind sowohl die sichereren Schützen als auch der bessere Keeper Lawalder und so zieht man in der Lotterie ins Achtelfinale ein.
verfasst: R. Hielscher